Der Leuchtturm

Mittwoch, 18. März 2020, 19.30 Uhr:

OT: The Lighthouse
Regie: Robert Eggers
Drehbuch
: Robert Eggers, Max Eggers
Kamera: Jarin Blaschke
Musik: Mark Korven
Darsteller
: Daniel Auteuil, Michaël Cohen, Fanny Ardant, Guillaume Canet

USA/CAN 2019, OmU, 109 Min.

Ende des 19. Jahrhunderts vor der Küste Neuenglands: Die See ist rau, der Klang des Nebelhorns fährt ins Mark und das Licht des Leuchtturms versprüht nur vordergründig ein Gefühl von Sicherheit. Dieses Setting verpasste Robert Eggers seinem archaischen Horrorfilm "Der Leuchtturm". Das düstere Drama bringt auf einer einsamen Insel zwei starke Charaktere zusammen. Willem Dafoe spielt den abgehärteten Leuchtturmwärter Thomas Wake, Robert Pattinson den jüngeren, in sich gekehrten Gehilfen Ephraim Winslow.

In den nächsten vier Wochen ist es ihre Aufgabe, die Anlage in Schuss zu halten, um nahende Schiffe vor den Gefahren der schroffen Felsen zu warnen. Auf dem Leuchtturm herrscht eine strenge Hierarchie: Wärter Wake ist für das Licht zuständig, nur ihm ist der Zutritt in die Leuchtkammer gestattet. Gehilfe Winslow hingegen muss sich um die körperlichen Arbeiten kümmern: die Befeuerung des Ofens, das Heranschleppen des Leuchtöls, den Boden schrubben.

Diese Unterscheidung von Oben und Unten bestimmt auch das Verhältnis der beiden. Und nie lässt Wake den Jüngeren mit hinauf ins Heiligste des Leuchtturms, wo er Nacht für Nacht allein über das Licht wacht. So hat es ihm der Alte schon bei ihrer Ankunft entgegengekrächzt: "Das Licht gehört mir".

Robert Eggers schrieb das Drehbuch gemeinsam mit seinem Bruder Max und gilt seit seinem Experimentalhorrorfilm "The Witch" von 2015 als einer der spannendsten amerikanischen Jungregisseure. Die Brüder ließen sich bei ihrer Arbeit unter anderem von Passagen aus Herman Melvilles Erzählungen und dem Werk der aus Maine stammenden Romanautorin Sarah Orne Jewett inspirieren.

Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2019 wurde Robert Eggers mit dem FIPRESCI-Preis der Reihe „Quinzaine des réalisateurs“ ausgezeichnet. Jarin Blaschke ist für seine außergewöhnliche Kameraarbeit für den Oscar nominiert.

Fotos © UPI
 

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