Suspiria (1977)

Mittwoch, 20. März 2019, 18:30 Uhr:

Regie: Dario Argento
Drehbuch: Dario Argento, Daria Nicolodi
Kamera: Luciano Tovoli
Musik: Goblin, Dario Argento
Darsteller: Jessica Harper, Stefania Casini, Flavio Bucci, Miguel Bosé, Udo Kier

ITA 1977, OmU, 97 Min.

Dario Argentos Suspiria ist ein Klassiker des italienischen Horrorfilms.
Der italienische Regisseur, der auch das Drehbuch zu Spiel mir das Lied vom Tod verfasste, wurde mit Psychothrillern des Giallo-Sub-Genres (Tenebre, Terror in der Oper) bekannt. Suspiria ist der erste Teil der “Mütter-Trilogie” über Hexenzirkel, die die Weltgeschicke lenken.

Die junge Amerikanerin Suzy Bannion (Jessica Harper) wird an der angesehenen Ballettakademie von Freiburg aufgenommen. Nach ihrer Ankunft während eines heftigen Gewitters beobachtet sie eine verwirrte und verängstigte junge Frau, die aus der Schule flieht. Am nächsten Tag, nach ihrer Einführung in den Schulbetrieb, erfährt sie vom Mord an einer Schülerin. Bald häufen sich seltsame Ereignisse und Suzy und ihre neu gefundene Freundin Sandra (Stefania Casini) müssen erkennen, dass hier nichts ist, wie es scheint, und dass die berühmte Ballettschule nur als Fassade für teuflische Machenschaften dient.

Suspiria unterscheidet sich in seiner expressionistischen, albtraum-haften und halluzinatorischen Ästhetik wesentlich von den geradlinigen Thrillern aus Argentos Frühwerk. Die Verwendung von Farbe ist das herausragende Stilmittel. Scharfe, spitze Schatten kontrastieren mit lebhaften Rot-, Blau- und Grüntönen, um eine schillernde, trippige, chaotische Ästhetik zu erzeugen. Technisch wurde die extreme Farbgebung durch die Verwendung der letzten erhältlichen Reste von Eastman Color-Filmmaterial und den anschließenen Technicolor Dye-Transfer erzielt, der die gezielte Filterung der Farben erlaubte.

Die hypnotisierenden Bildkompositionen werden mit der dämonischen Klangkulisse der Progressive-Rock-Band Goblin verwoben, womit Argento eine Atmosphäre kreiert, die bis heute unerreicht geblieben ist.

Alida Valli und Joan Bennett überzeugen als beklemmend bösartige Lehrerinnen. Jessica Harper bleibt als verängstigte, aber doch mutige und entschlosse Suzy dauerhaft im Gedächtnis.

Wir zeigen den Film in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln ausnahmsweise um 18:30 Uhr, gefolgt vom Remake aus dem Jahr 2018 um 20:30 Uhr.
 

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