Tótem

Mittwoch, 14. Februar 2024, 19.30 Uhr:

Regie: Lila Avilés
Drehbuch: Lila Avilés
Kamera: Diego Tenorio
Musik: Thomas Becka
Darsteller
: Naíma Sentíes, Montserrat Marañon, Marisol Gasé, Saori Gurza

MX 2023, OmU, 95 Min.

Ein weitläufiges Haus mit großem Garten, ein Tag in einer mexikanischen Großfamilie. Die siebenjährige Sol (Naíma Sentíez) ist gekommen, um bei den Vorbereitungen zur Geburtstagsparty für ihren Vater Tona (Mateo García Elizondo) zu helfen. Tona ist das Herz der Familie. Er ist das titelgebende (soziale) Totem, womit in der Ethnologie ein Symbol (Dinge oder Tier) bezeichnet wird, das die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb eines Clans repräsentiert.

Doch der junge Maler ist todkrank, die Schmerzen nur noch mit Morphium zu dämpfen. Eigentlich kann er sich gar nicht mehr auf den Beinen halten. Und dennoch, so der Wunsch seiner Schwestern Nuri (Montserrat Marañón) und Alejandra (Marisol Gazé) und seiner Freunde, soll er für das Fest sein Zimmer verlassen, in dem ihn die herzliche und loyale Pflegerin Cruz (Teresa Sánchez) umsorgt.

Es wird gekocht, gebacken und geputzt, gelacht und gestritten, Geister werden ausgetrieben, Familienmitglieder und Freunde treffen ein. Sol wird kaum beachtet, denn alle halten sich irgendwie beschäftigt, um das Unaussprechliche und auch Unvermeidliche weit auf Abstand halten zu können. Unter dem schwirrenden Trubel liegt eine mit Händen zu greifende, alle und alles verbindende Spannung: Die Sorge um Tona.

Lila Avilés („The Chambermaid“) herzerwärmendes Familienporträt zeigt auf beeindruckende Weise, wie die mexikanische Kultur mit dem Tod umgeht und gleichzeitig das Leben feiert.

Fotos © Polyfilm
 

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