Der kleine Bruder

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.30 Uhr:

OT: The Kid Brother
Regie: T.Wilde,L.Milestone,H.Lloyd,J.A.Howe
Drehbuch: John Grey, Ted Wilde, Thomas J. Crizer, Lex Neal, Howard J. Green
Kamera: Walter Lundin
Musik: Gerhard Gruber (Live am Klavier)
Darsteller: Harold Lloyd, Jobyna Ralston, W.James, L.Willis, O.Francis, C.Romanoff, E.Boland

USA 1927, 84 Min.

1877 im ländlichen Wilden Westen. Der verwitwete Sheriff Jim Hickory (Walter James) ist die wichtigste Person des Ortes Hickoryville, der nach ihm und seiner Familie benannt ist. Er und seine beiden Söhne Leo und Olin sind für ihre Muskelkraft und Heldenhaftigkeit bis weit über das Dorf hinaus bekannt. Der jüngste Sohn hingegen, Harold (Harold Lloyd), ist von schwächlicher und ängstlicher Natur. Er wird von seinem Vater und den Brüdern wie ein Kind („the kid brother“) behandelt und muss sich um die Hausarbeit kümmern.
Auf einem Dorftreffen unter „Männern“ wird beschlossen, dass Sheriff Hickory das Geld für einen geplanten, schon lange vom Dorf erhofften Staudamm vorübergehend aufbewahrt. Harold ist in dieser Zeit alleine im Haus, als eine durchreisende Schaustellertruppe eine Aufführungserlaubnis erbittet. Da Harold die Kleider und den Sheriffstern seines Vaters angelegt hat um so stark und bedeutend zu sein wie er, wird er für den richtigen Sheriff gehalten und zur Erlaubnis für die Aufführung gedrängt. Zur Truppe gehören einerseits der ölige „Flash“ Farrell (Eddie Boland) sowie das finstere Muskelpaket Sadoni (Constantine Romanoff), andererseits aber auch die schöne und freundliche Mary Powers (Jobyna Ralston), deren Vater als eigentlicher Besitzer des fahrenden Handels vor kurzem gestorben ist.
Die Dinge nehmen ihren dramatischen Lauf, aber mit List, Intelligenz und einer gehörigen Portion Glück wird Harold am Ende mit seiner Mary……einen Spaziergang machen.

„The Kid Brother“ ist eine Hommage und zugleich eine Parodie auf den erfolgreichen Stummfilm-Western „Tol´able David“ (1921) von Henry King, wo die jugendliche Hauptfigur nach dem Tod des Vaters und der Verkrüppelung des Bruders Verantwortung übernehmen muss.
„The Kid Brother“  hatte gleich vier Regisseure. Noch höher war die Anzahl der Drehbuchautoren und Gagschreiber, die Lloyd beschäftigte.
Harold Lloyd sah ihn als seinen Lieblingsfilm an und führte ihn in späteren Jahren bei zahlreichen Gelegenheiten vor.
Viele teilen die Ansicht, dass es sein bester Film sei.
 

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