Der schwarze Pirat

Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19.30 Uhr:

OT: The Black Pirate Regie: Albert Parker
Buch
: Jack Cunningham, Douglas Fairbanks
Kamera:
Henry Sharp
Musik: Gerhard Gruber live am Klavier
Darsteller
: Douglas Fairbanks, Billie Dove, Anders Randolf, Donald Crisp, Tempe Pigott

Abenteuer, US 1926, Stummfilm mit Live-Klavierbegleitung, 88 Min.

Eine Bande grausamer Seeräuber kapert ein spanisches Schiff und sprengt es in die Luft. Dabei kommen fast alle Passagiere ums Leben. Der Herzog von Arnoldo (Douglas Fairbanks) schwört am Grab seines Vaters blutige Rache. Als Black Pirate schließt er sich den Seeräubern an und arbeitet sich dank seiner überragenden Fechtkunst und hoher Versprechungen schnell zum Anführer hoch. Und endlich kommt er auch den Männern nahe, denen er ewige Rache geschworen hat: Dem grausamen Piratenkapitän und dessen engstem Vertrauten, dem Piratenleutnant. Um seine Stellung zu zementieren und seine Tarnung zu bewahren, kapert er schließlich ganz allein ein Handelsschiff samt Besatzung, auf dem sich auch die schöne Prinzessin Isobel (Billie Dove) befindet. Er verliebt sich in sie und versucht, ihr zur Flucht zu verhelfen.

Der Zwei-Farben-Stummfilm „The Black Pirate“ enthielt bereits 1926 alles, was ein echter Piratenfilm braucht: Seemannsgarn, halsbrecherische Action, Tempo, Humor und atemberaubende Stunts. Berühmt wurde zum Beispiel die Szene, in der ein Pirat mit einem Messer an einem Segel hinuntergleitet. Die aufwendige Illusion entstand durch eine gekippte Kamera, vorgerissenes Gewebe sowie versteckte Drähte und Gegengewichte. Ein guter Schuss Ironie, ein Schatz, eine Liebesgeschichte, grimassierende Bösewichte, sowie aufwändige Dekors und Bauten durften ebenso wenig fehlen.

Douglas Fairbanks’ frühes Seeabenteuer war wegweisend für die großen Piratenfilme der 1930er-, 1940er- und 1950er-Jahre. Fairbanks lieferte unter dem Pseudonym „Elton Thomas“ die Idee und Storyvorlage zu diesem Film. Die Kosten betrugen 1,3 Millionen US Dollar, eine für damalige Zeiten enorm hohe Summe.

Fotos © Gerhard Gruber