Svadba

Mittwoch, 9. September 2026, 19.30 Uhr:

Regie:Igor Šeregi
Buch
: Igor Šeregi, Marko Backović, Marko Jocić
Kamera:
Tomislav Sutlar
Musik: Stjepan Tribuson
Darsteller
: Rene Bitorajac, Dragan Bjelogrlic, Linda Begonja, Vesna Trivalic

Komödie, Drama, HR 2026, OmU, 96 Min.

Wenn Kroaten und Serben gemeinsam Hochzeit feiern müssen, kann das der Albtraum nationalistisch eingestellter Väter sein.

Dieser Albtraum ereilt den vom Bankrott bedrohten Geschäftsmann und Möchtegern-Tycoon Miljenko (Rene Bitorajac) ausgerechnet an seinem 50. Geburtstag. Seine im fernen London studierende Tochter lässt den telefonischen Glückwünschen die Nachricht ihrer Schwangerschaft folgen. „Ist der Vater bekannt? Hoffentlich kein Schwarzer!“, so die Nachfrage von Miljenko. „Ein Tschetnik!“ reagiert seine Frau dann entgeistert auf die Hiobsbotschaft, dass ein serbischer Nebojša ihr Schwiegersohn werden soll.

Doch auch in dessen Familie in Belgrad kommt keinerlei Begeisterung über die drohenden Familienbande mit den „Ustaschas“ auf: Vater Vuk (Dragan Bjelogrlic) ist serbischer Außenminister und bangt wegen der Aussicht auf eine kroatische Schwiegertochter um seine Chancen bei der Wiederwahl. Von ihren Beratern und Ehegattinnen genötigt, machen sich Miljenko und Vuk schließlich widerwillig auf zu der von der Öffentlichkeit abgeschirmten Hochzeit in einem heruntergekommenen Hotel an der Adria.

„Svadba“, vom Zagreber Regisseur Igor Šeregi mit Schauspielstars aus beiden Ländern großteils im Küstenort Crikvenica bei Rijeka gedreht, ist eine Parodie auf nationalistische Reflexe.

Über eine Million Menschen haben am Westbalkan die Komödie bereits gesehen. Aber nicht nur dort wird das gemeinsame Lachen über gegenseitige Vorurteile als befreiende und erleichternde Erfahrung empfunden.

Fotos © Adria Film
 

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