Downton Abbey 2: Eine neue Ära

Mittwoch, 12. Oktober 2022, 19.30 Uhr:

OT: Downton Abbey: A New Era
Regie: Simon Curtis
Drehbuch
: Julian Fellowes
Kamera: Andrew Dunn
Musik: John Lunn
Darsteller
: Michelle Dockery, Elizabeth McGovern, Tuppence Middleton, Imelda Staunton, Maggie Smith, Jim Carter, Hugh Bonneville

GB 2022, OmU, 124 Min.

"Downton Abbey II - eine neue Ära" spielt im Jahr 1928. Der Königs-Besuch in Downton Abbey liegt schon eine Weile zurück, als gleich zwei neue Ereignisse in den Kreisen der Adelsfamilie Crawley und ihrer Dienerschaft für große Aufregung sorgen: Zum einen steht eine Reise zur südfranzösischen Côte d’Azur bevor, weil Countess Violet Crawley (Maggie Smith) dort eine Villa von einem unbekannten Mann geerbt hat. Wie die alte Dame zu diesem unerwarteten Vermächtnis gekommen ist, sorgt natürlich für reichlich Gesprächsstoff. Zum anderen versetzt ein Filmteam das Haus in Aufregung. Regisseur Jack Barber (Hugh Dancy) will dort drehen und Lady Mary (Michelle Dockery) will das möglich machen. Doch die Meinungen, wie positiv oder negativ sich die Ankunft von zahllosen Crew-Mitgliedern und mehreren Filmstars auf das Leben in dem gediegenen Haus auswirken, gehen auseinander. Lord Crawley (Hugh Bonneville) sind die "Kinema"-Leute nämlich nicht ganz geheuer, weshalb er mit Butler und halber Familie in die Villa an die französische Riviera flieht.

„Ein Adeliger, der für Veränderung ist, ist wie ein Truthahn, der sich auf Weihnachten freut", sagte einst Lady Violet. Doch nicht nur für die Aristokratie ist der Wandel ein Problem, auch beim Film beginnt soeben eine neue Ära: Die Leute stehen nämlich Schlange für den ersten britischen Tonfilm, was den Stummfilmdreh in Turbulenzen stürzt. Die Belegschaft rotiert indes um die besorgten Filmstars, die selbst Kinder aus ärmlichen Verhältnissen sind. Unsicherheit und Angst sind es nämlich, die Filmstar Myrna (Laura Haddock) so unausstehlich machen.

Doch das prunkvolle Leben der Crawleys nähert sich dem Ende. Herrschaftliche Anwesen mit riesiger Dienerschar passen nicht mehr in die Moderne. Drehbuchautor Julian Fellowes zeigt die Brüche auf, etwa wenn Carson daran verzweifelt, dass alte Traditionen über den Haufen geworfen werden. Und Mary und ihre Schwester Edith stehen für moderne Frauen, die sich nicht mehr in enge Korsetts zwängen wollen, sondern ihr Leben aktiv und selbstbewusst gestalten wollen.

Mit viel Liebe zu den einzelnen Figuren inszeniert Simon Curtis das opulente Kostümspektakel, das bereits mit 15 Emmys ausgezeichnet wurde.
Fotos © Universal
 

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