One Battle After Another

Mittwoch, 6. Mai 2026, 19.30 Uhr:

Regie: Paul Thomas Anderson
Buch
: Paul Thomas Anderson, Thomas Pynchon
Kamera:
Michael Bauman
Musik: Jonny Greenwood
Darsteller
: Leonardo DiCaprio, Sean Penn, Benicio Del Toro, Regina Hall

Thriller, US 2025, OmU, 162 Min.

Bob Ferguson, alias „Ghetto Pat“ (Leonardo DiCaprio), Sprengstoffexperte der radikalen Revolutionsgruppe „French 75“, und Perfidia Beverly Hills (Teyana Taylor) lassen es gerne richtig krachen. Als Perfidia jedoch bei einer ihrer Aktionen geschnappt wird und den Rest der Gruppe verrät, trennen sich die Wege des Paares. Mittlerweile lebt Bob zurückgezogen in einem Rausch aus Drogen und ständiger Paranoia, tief eingesunken in seine Couch und seine Resignation. Was ihn noch antreibt? Filme über Revolution wie „Schlacht um Algier“ und das Wohlergehen seiner temperamentvollen Tochter Willa (Kino-Newcomerin Chase Infiniti).
Doch dann wird Bob all die Jahre später ausgerechnet von seinem ehemaligen Erzfeind, dem irren Soldaten Steven Lockjaw (Sean Penn), im Exil aufgespürt – und ein gnadenloses Katz-und-Mausspiel beginnt.

Mit beeindruckender Leichtigkeit balanciert Paul Thomas Anderson („Magnolia“, „There Will Be Blood“, „The Master“, „Phantom Thread“/Der seidene Faden) bis zum adrenalingetränkten Finale auf dem schmalen Grat zwischen tiefgründigem Ernst, kultigem Humor und atemloser Action. Er entwirft dabei ein Amerika am Rand der Eskalation: politisch aufgeladen, zutiefst gespalten und geprägt von Figuren, die längst nicht mehr wissen, wo der private Kampf endet und der ideologische beginnt. Zwischen Untergrund, Verfolgung und familiärer Nähe entfaltet sich ein Film, der zugleich politisches Panorama und intimes Vater-Tochter-Drama ist. Der von dem Film begeisterte Steven Spielberg beschrieb das Werk als eine Art absurde Komödie, die sich sehr ernst nehme und verdeutliche, was heutzutage in den USA passiere.

„One Battle After Another“ wurde in 6 Kategorien mit einem Oscar ausgezeichnet („Best Picture“, „Best Director“, „Best Editing“, „Best Adapted Screenplay“, „Best Supporting Actor“, „Best Casting“) und gewann 4 Golden Globe Awards („Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“ sowie „Beste Nebendarstellerin“ für Teyana Taylor). Bei der 23. Verleihung des Papierenen Gustls in Wien wurde die Polit-Satire ebenfalls zum besten Spielfilm gekürt.

Fotos © Warner
 

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