Sentimental Value

Mittwoch, 25. März 2026, 19.30 Uhr:

OT: Sentimental Value
Regie: Joachim Trier
Buch
: Eskil Vogt, Joachim Trier
Kamera:
Kasper Tuxen
Musik: Hania Rani
Darsteller
: Renate Reinsve, Stellan Skarsgard, Inga Ibsdotter Lilleaas, Elle Fanning

Komödie, NO 2025, OmU, 133 Min.

Die Schwestern Nora (Renate Reinsve) und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleeas) sind unterschiedliche Lebenswege gegangen. Nora ist eine bekannte Schauspielerin, während sich Agnes für einen sicheren Job und ihre Familie entschieden hat. Als der Vater Gustav Borg (Stellan Skarsgård), ein gefeierter Regisseur, der Frau und Töchter vor vielen Jahren verlassen hat, mit einem Rollenangebot plötzlich wieder in Noras Leben tritt, ist das mehr als ein beruflicher Vorschlag. Es ist ein Versuch der Annäherung, ein stiller Ruf nach Vergebung, ein Test, ob Kunst echte Nähe ersetzen kann. Doch was, wenn selbst das zu viel verlangt ist?

Gustav ist ein Mann, der Gefühle besser inszenieren als ausdrücken kann. Sein Zugang zur Welt führt über Skripte und Szenen. Vielleicht liegt die Tragik seiner Figur darin, zu glauben, das reiche aus. Sein Umgang mit der amerikanischen Schauspielerin Rachel (Elle Fanning) die schließlich die Rolle übernimmt, wirkt zugleich rührend und verstörend. Mit ihr ist er zugewandt, ermutigend, fast väterlich. Und genau das macht die emotionale Distanz zu seinen Töchtern umso schmerzhafter.

Der norwegische Regisseur Joachim Trier („Louder than Bombs“, „Thelma“, „Der schlimmste Mensch der Welt“) ist ein Meister in der Darstellung familiärer Traumata. Verkorkste Beziehungen sind der Ausgangspunkt seines Erzählens. Wie er seine Protagonisten – meisterhaft dargestellt von seinem Ensemble, allen voran Stellan Skarsgård und Renate Reinsve -bei ihrer Beziehungsarbeit beobachtet, macht ihm zurzeit kaum einer so schnell nach.

„Sentimental value“, in Cannes 2025 mit dem großen Preis der Jury ausgezeichnet, wurde von Norwegen   als Beitrag für die Oscarverleihung 2026 als bester internationaler Film eingereicht. Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreis 2026 wurde das Werk in sechs Kategorien berücksichtigt, darunter Film, Regie, Drehbuch, Darstellerin und Darsteller.

Fotos © Filmladen
 

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